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2017 konnte Schwalheim seine 1200-Jahr-Feier begehen und dies war auch der Hauptgrund für die Gründung des Schwalheimer Arbeitskreises Geschichte (SAG).

Schon seit Jahren wurde immer wieder von einigen Schwalheimer Bürgern der Ruf nach einem Geschichtsverein laut. Letztendlich verhallten diese Rufe aber auch immer wieder ungehört – leider! Hat doch der Bad Nauheimer Ortsteil, nicht nur aus historischer Sicht, viel zu bieten.

Und an Material mangelt es durchaus nicht: Archivalien im Stadtarchiv Bad Nauheim und in den Staatsarchiven Wiesbaden, Marburg und Darmstadt gibt es genügend. Auch Sekundärliteratur, meist in Form von Aufsätzen und Zeitungsartikeln, liegt in keiner geringen Menge vor.

Es sind vor allem drei Namen, die sich um die Ortsgeschichte besonders verdient gemacht haben:

In den 20er und 30er Jahren der Bad Nauheimer Arzt Alfred Martin, der sich in erster Linie mit dem Schwalheimer Sauerbrunnen beschäftigte.

1984 erschien im Wetterauer Kreiskalender zum allerersten mal ein Gesamtüberblick über die Geschichte Schwalheims von Hans-Dieter Fischer – ein absolutes Grundlagenwerk.

Über allem aber thront der Schwalheimer Lehrer Max Liebig, wenn man so will, der „Nestor der Schwalheimer Ortsgeschichte“. Liebig forschte und veröffentlichte, kaum dass er nach dem Zweiten Weltkrieg in Schwalheim angekommen war, bis zu seinem Tod in den späten 70er Jahren über Schwalheim. Auch wenn manche Thesen nicht mehr haltbar und zeitgemäß sind, führt an ihm kein Weg vorbei und sein Verdienst, vieles erstmals ans Licht gebracht zu haben wird dadurch nicht geschmälert. Seine Produktivität fordert höchste Anerkennung.

Seit den 1990er Jahren liegt die Ortsgeschichtsforschung fast komplett brach, sieht man von German Wagners „Aus der Chronik des Dorfes“ ab. Dieser Artikel, der überwiegend auf Fischer und Liebig fußt, erschien 1992 in der Festschrift zum 150jährigen Bestehen des Gesangvereins. Ein weiterer einzelner Lichtblick war die Veröffentlichung der Bad Nauheimer Stadtarchivpflegerin Brigitte Faatz zum 100jährigen Bestehen der Löwenquelle 2004.

2006 wandte sich Ortsvorsteher Klaus Englert an das Staatsarchiv Darmstadt um die früheste Erwähnung Schwalheims in Erfahrung zu bringen. Nach Auskunft von Archivdirektor Dr. Thomas Lux wird Schwalheim als „Suabileheim“ im Codex Eberhardi des Klosters Fulda erwähnt und die Entstehung der Urkunde auf die Jahre 780-817 datiert.

Wie eingangs erwähnt, war die 2017 anstehende 1200-Jahr-Feier der konkrete Anlass dafür, dass sich im April 2011 Klaus Englert, Wolfgang Jehner und Alexander Jung trafen und beschlossen, einen Arbeitskreis Geschichte ins Leben zu rufen. Am 13. Mai war es dann auch soweit: rund 20 Personen kamen in der Mehrzweckhalle Schwalheim zusammen und gründeten den SAG.

Vordergründiges Ziel sollte die Erstellung einer Festschrift zum Jubiläumsjahr sein. Im Laufe der Zeit sollte  auch ein Archiv entstehen, in dem Fotos, Postkarten, Zeitungsausschnitte, Urkunden, Zeitzeugenberichte etc. zusammengetragen werden. 

Wer Interesse an der Arbeit des SAG hat oder Material zur Verfügung stellen möchte, ist herzlich eingeladen unsere Treffen zu besuchen (die momentan aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattfinden) oder den SAG zu kontaktieren.